Zur Glockenweihe am 15. Mai 1958

Welch‘ großen Tag begehen wir heute,

Die Fahnen wehen stolz und bunt.

Feierliches Festgeläute

Tut es in unseren Mauern kund.

Wie ein seltsam frohes Raunen

Zieht es durch die alten Gassen,

Immer wieder sieht man – Staunen,

Ja, man kann’s noch nicht recht fassen.

Denn es zog vor kaum 2 Jahren,

Ein neuer Pfarrer bei uns ein

Wird man fest sich um ihn scharen

Oder – läßt man ihn – allein?

Doch mit gläubig-frohem Herzen

Die Pfarrgemeinde – liebt er bald

An Pfingsten schon, mit Weihrauch-Kerzen

Ein neu‘ Geläut‘ zum Himmel schallt.

Verkünden soll’s der Glocken Ton

Es mag ein Treu-Gelöbnis sein

Wie uns geboten „Gottes Sohn“,

„Ein Hirt“ und „eine Herde“ sein.

 

**** Hedwig Bender, 1906 – 1968 *****

 

i.V – der Enkel

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