Fliegertagebuch einer Reise nach Loekken in Dänemark zum Gleitschirmfliegen an der Küste im Juli 2007

10. Juli 2007

Ich bin frustriert. Jetzt geht schon seit Wochen bei uns nichts mit Gleitschirmfliegen und nun bin ich 1000 Km nach Dänemark an die Küste gefahren, um da zu Soaren oder zumindest zum Groundhandeln. Jetzt ist der 3. Tag und es hat sich nicht einmal gelohnt den Schirm rauszuholen. Die letzten 2 Tage war es total sonnig und schön, aber der Wind einfach zu stark. Heute hat sich noch Regen eingestellt. Mist. Wir hoffen auf morgen. Da sollte es nach den Prognosen gehen. Mal sehen. Andernfalls werden wir wohl abbrechen. Das kann sowieso passieren, denn die Prognosen für den weiteren Verlauf der Woche sind wenig vielvesprechend :-(.

11. Juli 2007

Deshalb bin ich hier :-). Das hat die letzten 3 Tage entschädigt. 10,5 Stunden am Strand und auf der Düne. Sonne, halbwegs guter Wind. Erst Groundhandlen am Strand, dann mehrfach auf die Düne hochziehen lassen und abgleiten und sogar richtig gesoart. Gegen Abend dann am Leuchtturm in Loekken auf der über 100 Meter hohen Sanddüne gestartet und Richtung Lokken die Küste lang geflogen. Leider auf halben Weg vom Leuchtturm zum Landeplatz auf einer sehr hohen Düne eine mehr oder weniger freiwillige Toplandung gemacht und dann beim Startversuch den Schirm ins Gestrüb gelegt. Bis ich wieder frei war und eine bessere Startmöglichkeit gefunden hatte, war der Wind eingeschlafen. Der Rest der Truppe hat die Gesamtstrecke überwiegend auch nicht geschafft, war aber am Strand gelandet und wurde mit dem Auto abgeholt. Ich musste zurück laufen. Egal – das ist mir eine Lehre. Aber trotzdem – der Tag war super und ich hoffe auf die nächsten Tage.

14. Juli 2007

Bin wieder zurück aus Dänemark. Nach dem Mittwoch ging doch nix mehr. Zwar schönes Wetter, aber wieder zu viel Wind. Als Fazit stellt sich mir nun wirklich die Frage, ob sich so ein Aufwand gelohnt hat?

Einerseits: der Mittwoch war einfach genial. Es ist schon faszinierend an der Klippe entlang zu fliegen. Vor allem von der hohen Düne mit dem fast vollständig im Sand verschütteten Leuchtturm. Die Geschichte ist ein echtes Abenteuer.
Außerdem ist die Gegend schön.

Aber andererseits musste auch ich die Erfahrung machen, dass der Wind in der Gegend meist viel zu stark ist. Das haben mir vorher bereits mehrere Flieger berichtet (und dort auch – teilweise waren Leute schon 14 Tage oben und sind nicht ein Tag in der Luft gewesen) und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen bzgl. der Windstärke, als ich lange vor meiner Fliegerkarriere da oben war. Parawaiting statt Paragliding. Aber ich hatte halt gehofft, mehr Glück zu haben.

Über Steyer Ralph

Ich bin der Administrator des Portals und von der Ausbildung Diplom Mathematiker. Meinen Blog finden Sie hier. Seit Dez. 95 bin ich selbständig im Bereich Computerschulungen und EDV-Consulting, sowie als Fachjournalist und Buchautor. Mittlerweile habe ich über 50 Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht. Alle zum Thema Internet und Computer. Erste Veröffentlichungen hatte ich aber schon zu Studienzeiten als Pressewart in meinem Sportverein für die Leichtathletikabteilung und als begeisterter Entenfahrer mit Reiseberichten in der Zeitung von meinem Citroenclub. Meine aktuellen Veröffentlichungen sind unter meiner Autorenseite bei Amazon und meiner Webseite zu finden.

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