Erfahrungen mit dem Samsung Galaxy S II

Das Galaxy S II ist aktuell nach fast allen Testberichten das beste Smartphone auf dem Markt und damit wohl auch die beste Wahl. Und sofern man nicht aus Modegründen einen Apfel auf dem Gehäuse haben möchte, führt derzeit meines Erachtens um ein Android-Smartphone kein Weg herum.


Allerdings ist auch bei dem Smartphone nicht alles Gold, was glänzt. Oder anders ausgedrückt – es gibt einige technische Dinge, die mir nicht gefallen (etwa die geringe Laufzeit und die Bedienung des Touchscreens). Aber auch andere Fassetten kann mnan so oder so betrachten.Zuerst einmal aber das Positive– das Smartphone ist wirklich echt klasse. Super Display, tolle Spracherkennung, gute Navigation mit Google Maps, gute Videoqualität und andere Multimediamöglichkeiten.

Dennoch – ich war im ersten Moment von der bunten Oberfläche und den zahllosen nutzlosen bzw. überflüssigen Apps erst einmal nur gelangweilt gewesen. Vermutlich bin ich die falsche Zielgruppe, aber ich kann einfach nicht verstehen, was an so einem kleinen Telefoncomputer so geil sein soll. Ich werte es nur als ein Gebrauchsgegenstand wie ein Radio oder einen Stuhl.

Und an die Schmiererei auf Touchscreens werde ich mich nie gewöhnen. Das ist nicht die Bedienung eines IT-Geräts, die ich brauche. Fürchterlich ist es, wenn man beim Sport Musik hört und die sich immer wieder ausschaltet, weil man bei einer Bewegung komisch an den Touchscreen kam. Ich habe zumindest noch nicht raus, ob es eine Sperrtaste/Sperrtastenkombination gibt, um das zu verhindern. Ich emfinde das als großen Nachteil bzw. eine große Einschränkung der Verwendbarkeit.

Allerdings habe ich im Laufe der Zeit aus dem Spielzeug einen echten Minicomputer gemacht und in dem Sinn ist es schon erstaunlich, was mit mit einem Smartphone machen kann. Mit einigen Einstellungen und ein paar technischen Apps kann man

  • in das Betriebssystem eingreifen,
  • gezielt steuern, welche Apps wann und wie Daten versenden bzw. empfangen,
  • die enge Verzahlung mit Google und die lästige permanente Abgleichung zwischen dem Google Konto und dem Smartphone im Hintergrund unterbinden,
  • Apps gezielt abschießen,
  • Remoteverbindungen zwischen Computer und Smartphone aufbauen,
  • die bunte grafische Oberfläche beiseite schieben und das Android-Linux  in einer Console verwalten, …

Mit  den richtigen Apps wie einem SSH-Daemon, Dateimanager mit FTP, Shell,  Firewall, Antiviren-App, Prozessmanager, Router etc. kann man jenseits des bunten Lacks wirklich damit arbeiten (nicht nur telefonieren, bisschen Multimedia und billigen Bürokram machen oder spielen).

Das Teil ist dann ein ernst zu nehmenden kleiner Rechner, wobei man es dazu allerdings in einen gerooten Zustand versetzen muss.

Als Fazit – in der Grundeinstellung und ohne die technischen Apps, ist das S II einfach nur das bessere IPhone mit vielen überflüssigen Gimicks und so ein Gerät ist für mich vollkommen uninteressant. Andere Leute werden aber damit Ihre Freude haben – insbesondere wenn man Apfeljüngern zeigen will, wie man den Kram billiger, ohne die Knebelung an irgendwelche zensierten Stores und dann noch deutlich besser machen kann.

Und wenn man das Gerät rootet, sauber konfiguriert und mit passenden Linux-Apps aufrüstet, ist es auch für IT-Leute ein richtig gutes Geräte.

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