Der Thriller: „Heiße Steine“ ISBN-10: 3842360118 – ISBN-13: 978 – 3842360112

Leseauszüge aus den verschiedenen Teilen des Buches:

Erster Auszug aus dem „Teil Mystik“:

Nun war es einmal wieder soweit. Bernhardini fuhr Richtung Lipperland zum Zauberladen Hokus Pokus. Er hatte den ganzen Tag Zeit und soviel Geld, dass er sich einen tollen Trick kaufen konnte.

Er ging in den Laden und sofort die Treppe hoch, denn im 1.Stock gab es die Kartentricks. Z. Zt. war ja Poker sehr in und Bernhardini wollte einmal schauen, was es in dieser Sparte für Tricks zu kaufen gab. ‚Poker, Poker – ah da oben’. Er griff zum ersten Buch und plötzlich rutschte aus der Reihe darunter ein Buch heraus. Bernhardini fing es geschickt auf. Er zog seine Augenbraue hoch, als er den Titel des Buches sah: Offene Prophezeiungen stand darauf.

Es war ein dünnes Buch und sah schon sehr alt aus. Er schlug das Buch auf und dort stand: Kapitel 1: Heiße Steine


Das Enkelkind eines Weltverbesserers und das Kind von einem Verteidiger von Recht und Ordnung sollen durch aneinanderlegen ihrer Schatzkarten zu Reichtum gelangen, durch den der Hunger der Welt gemildert werden kann. Ein bis dahin unbedeutender Hobbymagier soll am vierten Schalttag, des dritten Jahrtausends das Wissen bekommen, den beiden Kindern zu helfen. Der Magier, der sich am Ende des Abenteuers Fire Allayer (sinngemäß Beherrscher des Feuers) nennen darf, wird die Kinder an Ostern in Damp 2000 an einer Kasperfigur (die so aussieht) am linken kleinen Finger erkennen können.

Bernhard schüttelte den Kopf, was war denn heute für ein Tag? Der 29.02.2016, Mann oh Mann das war ja ein Schalttag und zwar der vierte in diesem dritten Jahrtausend. Bernhardini drehte sich verlegen um und stellte, damit es keiner sah, schnell das Buch zurück. Da fiel erneut ein Buch an einer anderen Stelle aus dem Regal. Das Buch hatte ein winziges Bild auf dem Deckel und es stand in goldener Schrift: Beherrscher des Feuers. Er wunderte sich immer mehr und schüttelte den Kopf. Ihm wurde mulmig.

Er schaute genauer auf das Bild – es sah aus wie der Kopf einer Kasperfigur. Wieder schaute er sich um – auf der Etage war niemand zu sehen. Er öffnet das Buch und sah nur leere Seiten, das Licht ging aus und die aufgeschlagene Seite begann zu glimmen und kurz sogar zu brennen. Da stand nun: Später lesen! Er schaute wieder skeptisch drein, öffnete die nächste Seite – wusch es glimmte und brannte erneut.

Ergebnis: Alleine lesen !!! Das Licht ging wieder an.

Er setzte sich auf die Lesebank, die im 1. Stock stand und war sprachlos. Er atmete tief durch, überlegte und beschloss spontan sich das Buch: „Offene Prophezeiungen mit dem Kapitel: Heiße Steine“ auch wiederzu-holen. Er ging erneut zur Stelle, an der er das Buch hingestellt hatte. Es war nicht mehr da. Systematisch durchsuchte er die ganze Reihe, die unter den Pokertricks stand. Nichts zu finden.

Das Buch „Beherrscher des Feuers“ hatte er auf den Tisch direkt neben der Lesebank gelegt. Schnell lief er nun dorthin zurück, schnappte sich das Buch und ging ins Erdgeschoss zur Kasse.

Der Kassierer, der gleichzeitig auch der Besitzer des Ladens war (und damit auch der Erfinder vieler Tricks, die hier verkauft wurden) schaute sich das Buch, Gott sei Dank nur von außen, kritisch an. Der Scanner piepste. Der Kassierer sagte „5 Euro 95, Herr Nienk. Das Buch kenne ich gar nicht.“

Schnell verließ nun Bernhardini den Laden und fuhr ohne neuen Trick, aber vollkommen aufgeregt nach Hause. Das Buch steckte er in seine Jacke.

Zu Hause angekommen fragte ihn seine Frau sofort:  „Na Schatz, hast du einen neuen Trick bekommen?“ Bernhard schüttelte den Kopf und sagte dann: „Ach Darling irgendwie war nichts dabei, was mir gefiel, ich schaue lieber vor Ostern noch einmal nach.“

Er ging in sein Arbeitszimmer in den ersten Stock seines Holzhauses, schaute noch einmal zur Treppe, ob auch keiner seiner Familie nachkam und legte das Buch auf den Tisch. Es war braun meliert mit goldener Schrift und Kasperkopf als Bild. Er betrachtete es von allen Seiten. Der Deckel fühlte sich an wie Pappe, wirkte irgendwie alt, aber er hatte keinerlei Anzeichen von Verschleiß.

Er fühlte über den Kasperkopf, der war einfarbig in Gold leicht eingeritzt und für die Buchgröße relativ klein. Er dachte an die Prophezeiung und verglich seinen kleinen Finger mit der Größe des Bildes und tatsächlich, das würde passen.

Er öffnete das Buch und fühlte über das Papier, es war weiß mit einem leichten Gelbstich und fühlte sich dick und stabil an. Nun fiel ihm auf, die Nachrichten, die er vorher im Buchladen im Buch gelesen hatte, waren nicht mehr da. Was soll ich denn nun später und alleine lesen?

Kaum gedacht und schon ging das Zimmerlicht aus und es begann zu glimmen, diesmal etwas heftiger, von links nach rechts und von oben nach unten brannte es immer nur sehr kurz und dann waren Buchstaben zu erkennen.

Bernhardini hörte ein Knatschen an der Treppe, sofort breitete er die Zeitung, die auf dem Schreibtisch lag, über dem Buch aus; das Qualmen und Glimmen hatte gerade aufgehört.

Seine Frau Claudia kam hereingestürzt: „Bernhard das Licht hat so komisch geflackert, kannst du einmal nachschauen, ob mit den Sicherungen alles in Ordnung ist. Neulich hat es ja bei Schmitz aus der Planetenstrasse so einen Schwelbrand gegeben.“ „Ach, das war bestimmt nur so eine Stromschwankung.“ „Schaust du nun oder nicht?“ fragte Claudia mit vorwurfsvoller Stimme. Bernhard wusste nach so vielen Ehejahren, dass seine Frau in dieser Beziehung sehr ängstlich war und sagte: „Ich eile“, und er zog sich langsam aus dem Sessel hoch und ging dann mit Claudia runter in den Keller zum Sicherungskasten.

Bernhard öffnete den Kasten und ging die Schalter von links nach rechts durch. „Keiner herausgesprungen“, murmelte er. Dann schnupperte er am ganzen Kasten entlang – „Nix zu riechen“, sagte er. Claudia schnupperte auch einmal und hielt ihre Nase in Richtung Kasten. Schnell sagte sie: „Da riecht nix verbrannt.“ Bernhard schaltete noch das Licht aus, um zu beweisen, dass auch nirgendwo eine Flamme zu sehen war.

„Bist du jetzt beruhigt?“ Claudia bejahte. „Ich gehe noch ein bisschen hoch und bereite schon einmal die Sachen für Montag vor und komm dann zum Kaffeetrinken runter.“

Innerlich konnte er es kaum erwarten, was denn nun im Buch stand. Er hastete die Treppe hoch, schmiss sich auf den Stuhl, zog die Zeitung weg und begann zu lesen. Er sog die Buchstaben förmlich in sich auf. Bernhardini, du bist ausgewählt beim Unternehmen Heiße Steine zu helfen. Du bekommst Hilfe, wann immer du willst. Schreibe deine Fragen ins Buch und du bekommst eine Antwort, die dich ans Ziel bringen wird. Du kannst dir die Frage auch denken oder schaust Kasper direkt in die Augen. Eine Antwort folgt umgehend.

Bernhard war ein bisschen enttäuscht, so banale Antworten. Klick, klick machte es in seinem Kopf. Er nahm einen Stift und schrieb ins Buch: Wie lauten die Lottozahlen am Samstag, den 6.3.2016?

Flacker, flacker und schon war die Antwort da. Bernhardini wir sind enttäuscht! Selbstverständlich müssen deine Fragen etwas mit der Prophezeiung zu tun haben! Persönliche Vorteilsnahme verstößst selbstverständlich gegen unsere Prinzipien. Damit es dich beruhigt: Du wirst am Ende der Aufgabe etwas reicher sein als vorher und mindestens genauso gesund und munter!

„Bernie: Kaffee ist fertig!“

*

Über Traumschreiber

Hans-Joachim Gellhaus Geboren 1957, verheiratet, eine Tochter, wuchs im Ruhrgebiet auf und studierte allgemeine Informatik. Er arbeitet nun in der EDV eines pharmazeutischen Unternehmens im Rhein-Main-Gebiet. Die Grundideen zu Geschichten kommen ihm meistens bei Wachträumen Thriller: Heiße Steine 2011 Märchen: Die Wunschtaste

Die Kommentare wurden geschlossen