Der erste Guru

Der erste Guru

Dirk Jobs saß vor seinem Interface und las die neusten Marsnews.
Eine leichte Brise umwehte seine kurzen Haare. Es war später Nachmittag und er hatte noch Zeit bis Nadine, seine Frau, von der Arbeit nach Hause kam.
„Werden Sie ein Guru! Machen Sie sich Ihr Leben zum Besten und Erfolgreichsten! Klicken Sie hier!“, las Dirk und klickte auf den Link.
„Schließen Sie Ihr Interface an Ihren Gedankenleser!“, las das Interface vor. Dirk stand auf und ging in den Keller, wo er die restliche Technik aufgewahrte.
„Beeilen Sie sich!“, klang es aus dem Wohnzimmer. „Unser Angebot ist nur noch für kurze Zeit verfügbar!“, las das Interface weiter.
Dirk kam verschwitzt die Treppe hoch und setzte sich vor sein Interface mit seinem Gedankenleser. Das Gerät schaltet sich automatisch an, las die Gehirnströme von Dirk und gab sie an die Intercomgesellschaft weiter.
„Sie sind zum Guru geboren! Bitte wählen Sie die gewünschte Form aus! Religion, Wirtschaft oder Militär? „, klang es im Dirks Kopf.
„Religion! „, dachte Dirk.
„Moslem, Jude, Katholik oder Sonstiges?“, fragte das Programm.
„Moslem!“, dachte Dirk und er wurde zum radikalen Jihad geleitet.
Das Klingel an der Tür vernahm Dirk. Er legte den Gedankenleser auf dem Boden und ging zur Tür.
„Wer ist da?“, fragte er.
„Marspost, ich habe ein Paket für Sie!“, antwortet der Androide freundlich.
„Ich habe Nichts bestellt und nehme auch Nichts an! Gehen Sie weg, sonst rufe ich die Marspolizei an!“, erwiderte Dirk.
„Ich lege es Ihnen vor die Tür,Aufwiedersehen!“, sagte der Androide, legte das Paket ab und verschwand in der Nachmittagssonne.
Dirk machte die Tür auf, nahm das leichte Paket an sich und machte die Tür wieder zu.
„An den Guru!“, las Dirk vor und machte sich daran das Paket zu öffnen.
In dem Paket befand sich eine Anleitung mit dem Titel „Bombenbau mit Haushaltsmittel“ und eine Broschüre „Jihad und der Guru“.
Dirk lass zuerst die Broschüre und anschließend die Anleitung.
Nadine kam zwei Stunden später von ihrer Arbeit nach Hause, da hatte Dirk schon zwei Bomben nachgebaut und vier seiner Freunde für den Jihad rekrutiert.
Der Zentralrechner der Intercomgesellschaft vernahm sofort die Taten von Dirk und veranlasste seine Verhaftung, Anklage und Verurteilung. Dirk wurde zum Tode verurteilt, die vier rekrutierten Freunde zu 25 Jahren und seine Frau Nadine zu zehn Jahren Haft.
Weitere Verhaftungen und Verurteilungen sollten folgen, da mehrere Pakete täglich einen Absender erreichten.

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