Der Gedankenleser

Der Gedankenleser lag auf dem nicht gemachten Bett. Grand Paker stand gerade auf und folgte seinem müden Körper zum WC.
„Guten Morgen Grand!“, klang es aus den Lautsprechern im Bad.
„Hier sind die neuesten Schlagzeilen und Entwicklungen auf dem Mars“, klang es weiter.
„Aus!“, rief Grand und der Ton ging aus.
„Schon heute Morgen und die belästigen einen“, sagte Grand zu sich selbst.
Er ging zur Dusche und sank in ihr zum Boden.
„Was für ein Tag. Nur Schulden und keine Kunden!“, murmelte er vor sich.
„Warmes Wasser!“, sagte Grand.
„Sie haben die letzte Rechnung nur bis zur Hälfte bezahlt“, klang es aus dem Lautsprecher.
„Wasser!“, sagte Grand.

Der letzte Atemzug

Der letzte Atemzug

Robert Washington saß in seinem Gleiter und las entspannt ein Science Fiktion Roman von Philip K. Dick.
Seine Arbeitswoche war vorüber und er flog Freitag Nachmittag zu seiner Frau, Ann, nach Hause.
Der Flug sollte zwei Stunden dauern. Das künstliche Wetter war angenehm warm auf dem Mars.
Plötzlicher Druckabfall in der Kabine zwang seinen Gleiter zur Notlandung.
Robert blieb gelassen, da das Interface eine Werkstatt und einen Termin für eine Reparatur in der Nähe ausmachte.
„Ein Anruf von der Werkstatt“, sagte das Interface.
„Annehmen“, sagte Robert.
„Hallo, hier ist Willis Garage. Sie haben einen Notfall gemeldet. Bleiben Sie vor Ort, wir kümmern uns um den Rest!
Wir sind recht ausgebucht, jedoch finden wir jemanden, der sich um Sie kümmert“, sagte der Androide.
„Habe verstanden, bleibe vor Ort und warte“, sagte Robert und legte auf.
Robert nahm sein Buch in die Hand und las es weiter.
Nach zwei Stunden Lesezeit, meldete das Interface geringeren Sauerstoffgehalt in der Kabine des Gleiters.
Robert versuchte die Kabine per Auslöser aufzumachen, was jedoch nicht gelang.
Langsam verbreitet sich Panik in den Augen Roberts.
Er nahm den Feuerlöscher und schlug ihn gegen das Seitenfenster, welches aber nicht nachgab.
Anschließend schlug er mit seinen Händen und Füßen gegen das Fenster, auch das misslangte.
„Ich werde wohl qualvoll ersticken!“, dachte Robert laut nach und begriff, dass er jede Menge Sauerstoff mit seinen Aktionen verbraucht hatte.
„Interface, Hilfenotruf absetzen“, sagte Robert mit letzter Kraft und wurde ohnmächtig.
„Hilferuf abgesetzt! Die Koordinaten gesendet“, erwiderte das Interface.
Das vernahm Robert nicht mehr wahr und verstarb zwei Minuten später.

Der erste Guru

Der erste Guru

Dirk Jobs saß vor seinem Interface und las die neusten Marsnews.
Eine leichte Brise umwehte seine kurzen Haare. Es war später Nachmittag und er hatte noch Zeit bis Nadine, seine Frau, von der Arbeit nach Hause kam.
„Werden Sie ein Guru! Machen Sie sich Ihr Leben zum Besten und Erfolgreichsten! Klicken Sie hier!“, las Dirk und klickte auf den Link.
„Schließen Sie Ihr Interface an Ihren Gedankenleser!“, las das Interface vor. Dirk stand auf und ging in den Keller, wo er die restliche Technik aufgewahrte.
„Beeilen Sie sich!“, klang es aus dem Wohnzimmer. „Unser Angebot ist nur noch für kurze Zeit verfügbar!“, las das Interface weiter.
Dirk kam verschwitzt die Treppe hoch und setzte sich vor sein Interface mit seinem Gedankenleser. Das Gerät schaltet sich automatisch an, las die Gehirnströme von Dirk und gab sie an die Intercomgesellschaft weiter.
„Sie sind zum Guru geboren! Bitte wählen Sie die gewünschte Form aus! Religion, Wirtschaft oder Militär? „, klang es im Dirks Kopf.
„Religion! „, dachte Dirk.
„Moslem, Jude, Katholik oder Sonstiges?“, fragte das Programm.
„Moslem!“, dachte Dirk und er wurde zum radikalen Jihad geleitet.

Der Fluch der Haguzza von Angela Gäde

 

Der Fluch der Haguzza ist ein Fantasy-Jugend-Buch ab 14 Jahren (für Erwachsene ist es ebenso lesbar) und der erste Teil einer dreiteiligen Reihe.

Zur Entstehung des Buchs
Ein Spaziergang, merkwürdige Lichtverhältnisse, ein Ring und ein Apfelbaum sind dafür verantwortlich, dass dieses Buch entstanden ist.

Die Sniper

Die Rekrutierung fing immer mit dem Gleichen an. Zuerst suchte man nach vollweisen Taubstummen sportlich fitten an, die keine Laute von sich geben konnten, damit sie ihre Geheimnisse und ihre Position nicht verrieten. Auf der anderen Seite konnte sie sehr gut Geräusche wahrnehmen, weil sie mit den neuesten Implantaten ausgestattet wurden.
Verweist damit man keine gesellschaftlich relevanten Verhältnisse in Kondolenzform verfassen mußte, was angesichts des andauernde Bürgerkriege sehr häufig geschah.
Das, was sie innerhalb der zwei Wochen lernten war so streng geheim, daß erst in 250 Jahren Akteneinsicht gewährt werden sollte. Dabei war die elektronisch verstärkte Synapsenübertragung schon in den 80er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts während des Kalten Krieges entwickelt worden. Sie diente zur nächst der kinetischen Kommunikation zwischen Großrechnern und ihren Programmierern. Erst fünf Jahre später vernetzten sich die politische und wirtschaftliche Elite kinetisch außerhalb der Programmierergemeine untereinander.